Volgograd - ?????
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Neue Blogaddresse

Liebe Radsportfreunde, nachdem dieser Blog auf dem IPAD etwas umstaendlich zu bedienen ist habe ich mich entschlossen einen neuen einzurichten www.nikolausi1973.blogspot.ru Dort findet ihr alle Neuigkeiten meiner Reise. LG leo
27.5.14 08:41


Chaos in Volgograd

Liebe Freunde des Radsports, bald geht es wieder los. Ich bin am Donnerstag in Volgograd angekommen, mit Fahrrad und 50% meines Gepäcks. Die anderen 50% sind immer noch im Nirvana zwischen Muenchen und Volgograd. Nachdem meine bisherigen Bemühungen absolut erfolglos waren und nicht absehbar ist wann das Gepaeck ankommt habe ich mir heute fast alle Sachen neu gekauft . Morgen geht es dann richtig los ... hoffentlich Stay tuned, ich werde regelmässig berichten, Euer Leo
24.5.14 20:34


Going Home

Das war wieder eine super Reise - auch wenn es zwischendrin einmal sehr hart war hat es viel Spass gemacht und ich habe mich gut erholt. Heute morgen am Flughafen hat alles gut geklappt - ich hatte ein wenig Sorgen weil ich mit Aeroflot fliege und das Radl dabeihabe. Das war aber voellig unbegruendet, obwohl es ein Inlandsflug war und ich mit dem billigsten economy ticket geflogen bin war der service in Volgograd mindestens genau so gut wie bei der LH in München. Es aendert sich halt doch einiges in Russland - die Dame am check in hat English gesprochen, der Station Manager war sofort da wie er das Radl gesehen hat und nach 15 min war alles erledigt. Jetzt hoffe ich nur das alles daheim ankommt - ich fliege über Moskau und dort geht öfter Gepäck verloren. So wie in Heathrow oder O'Hare ... Auf alle Fälle war dies wieder eine wunderschöne Reise - vielen Dank an alle die mich moralisch und taetlich unterstützt haben, alle voran meine geliebte Tina, meine Lieben Eltern, meine verständnisvollen und geduldigen Kollegen und Mitarbeiter bei Kirkland und Ellis, Christina und Marina fuer die travel services und sonstigen support, Reina Travel, den ganzen netten Russen die mir geholfen haben (болжое збасибо, meiner lieben Russischlehrerin Frau Klos, Dimitry at Reina Travel, Alexander, Lena und Daria in Volgograd und allen anderen . Stay tuned - es geht weiter euer leo
21.9.13 09:03


Wilderness - Kamyschin 60 km

ich habe - trotz Wildniss - gut geschlafen, allerdings es am Morgen sehr kalt. Alexander ist auch schon wach, es klaert sich auch auf warum er so wenig Gepack hatte, er dachte dass seine Matrazte in der Zelttasche war, hatte aber gar keine dabei . Aber auch er hat die Nacht ueberstanden, und wir machen uns auf dem Weg. Nach 10 km kommt die nächste Tankstelle, und wir fuehstuecken ausfuehrlich. Heute sind es nur noch 65 km, aber wir haben brutalen Gegenwind und es wird ziemlich hart. Am Anfang geht alles gut, aber der Wind wird immer staerker, 10 km vom Kamyschin muessen wir sogar den Berg hochschieben . Aber auch die groesse Qualerei ist irgendwann zu Ende und wir erreichen Kamyschin. Leider ist das auch das Ende der Reise, bis Saratov waeren es nocheinmal 200 km und das haetten wir nicht geschafft. Wir sind eh gut durchgekommen, ich habe von anderen Radlern gehoert dass der Wind noch staerker sein kann und die teilweise nur 30 - 50 km am Tag geschafft haben. In Kamyschin wartet am vereinbarten Treffpunkt Sergei mit seinem Mercedes Sprinter auf uns, laedt uns ein und faehrt uns in 4 Stunden nach Volgograd zurueck. Hat alles super geklappt - Dimitry von dem Reisebuero hat das perfekt organisiert. In Volgograd sammeln wir zunaechst Daria ein, die mir einen Fahrradkarton organisiert hat. m Hotel packe ich das Fahrrad ein (ich schaue aus wie ein schwein, weil ich das Vorder und Hinterrrad ausbauen muss), weil ich morgen Aeroflot fliege und die das Rad voll verpackt haben wollen. Abends gehen wir alle noch schoen Essen - ausgerechnet in ein deutsches Brauhaus (original aus Bamberg). Es wird noch ein schoener Abend - die drei schenken mir noch eine schoene zeichnung die Lena in den letzten 2 Tagen gemacht hat - zeigt meine Reise von Muenchen nach Volgograd - sehr schoen und sehr phantasievoll, ich bin sehr geruehrt.
21.9.13 09:03


Volgograd - Wilderness - 140 km

Ich fahre mit weniger Gepaeck los und lasse den Rest im Hotelzimmer, ich habe das Hotelzimmer einfach fuer die naechsten 2 Naechste gebucht, ist eh billig und dann kann ich meine Sachen da lassen, und bleibe in Volgograd angemeldet (in Russland muss man sich als Tourist immer registrieren lassen, das ist bei kleinen Hotels immer ein Problem, bei groesseren Hotels aber kein Thema. In der Praxis interessiert das eh keinen, mich hat noch nie jemand nach den Papieren gefragt, und die Polizei interessiert sich eh nicht fuer Auslaender, man wird ueberall durchgewunken). Um 700 treffe ich mich mit Alexander am Lenindenkmal. Ich bin beindruckt mit wie wenig Gepaeck er auskommt, allerdings hat er ein Riesenzelt dabei. Das schnallen wir nch auf mein Radl, jetzt bin ich doch wieder gut bepackt. Aus Volgograd raus brauchen wir ewig - die Stadt ist ueber 25 km lang. Aber wir schaffen es vor dem groessten Berufsverkehr und radeln dann durch die Steppe. Wunderschoen - schoene Landschaft und wenig Wind. Wir sind ungefaehr gleich schnell und das Radeln klappt gut. Da Alexander Russisch kann ist natuerlich alles viel einfacher - wir kommen gut voran. Leider wird ab km 70 die Strasse sehr schlecht, dann kommt eine 15 km lange Baustelle ohne Asphalt, dann Gegenwind. Wir machen abends nocheinmal Pause und Essen in einem wirklich schoenen Imbiss Kaukasus Soljanka (schmeckt viel besser als die normale) und Schaschlick. Wir fahren noch etwas weiter, Alexander fragt eine der Bauerinnen die am Strassenrand melonen verkaufen wieweit die naechste Raststaette ist. Die Dame haelt uns fuer 2 Obdachlose Nachdem es noch ueber 30 km sind und gleich dunkel wird suchen wir uns einen schoenen Campingplatz am Volgaufer. Schnell die Zelte aufgebaut, feuer koennen wir keines machen weil es so trocken ist. Trotzdem ist es sehr gemuetlich .
21.9.13 09:02


Rest Day in Volgograd

Nachdem ich meinen mueden Koerper ausfuehrlich ausgeschlafen habe organisiere ich unter Einbindung saemtlicher Kraefte (die liebe Chrissy, BCD Travel, Aeroflot, Lufthansa, Reina Travel Agency in Rostov) meine Rueckreise am Freitag, sowie einen Transport fuer mich und das Radl aus Kamischyn oder Saratov nach Volgograd zurueck. So kann ich noch 2 Tage weiterfahren und Volgograd zurueckfahren. Nach Samara (naechster Flughafen) schaffe ich es leider nicht ... Dann schaue ich mir Volgograd an - am beindruckensten ist Malajev Kurgan, das ist der heftig umkaempfte hoechste Huegel in Volgograd. Dort ist ein 80 meter hohes Denkmal von Mutter Russland errichtet, sehr beindruckend (und deprimierend). Dann gehe ich noch am Volga Ufer spazieren, der Fluss ist hier ungefaehr 2 km breit und fliesst natuerlich dahin, sehr schoen. Im Sommer anscheinend ein gutes Segel und Kiterevier, nur halt etwas kalt da das Wasser aus dem hohen Norden kommt und nicht so war ist. Abends treffe ich Lena und Ihre Freund, die habe ich ueber warmshowers kennengelernt. Lenas Freund Alexander ist auch ein begeisterter Radler. Alle sprechen sehr gut Englisch und wir unterhalten uns gut. Sehr lustig - es sind auch noch 2 Freund von Vladimir und seine Freundin aus Norilsk in Sibirien. Vladimir siehr aus wie ein Holzfaeller aus dem Hinterwald, ist aber M&A Anwalt bei Gazprom. Seine Freundin ist sehr nett, spricht aber angeblich kein English. Sie lacht aber bei jedem Witz mit und wenn einer anderen nach einer englischen Vokabel sucht hat Sie immer die Antwort . Sie spricht also besser Englisch als die, und war nur zu schuechtern ... Es ist ein seh netter abend, Alexander fragt ob er mit mir die naechsten 2 Tage mitfahren kann, was mich sehr freut. Seine beiden Freundinnen (er hat anscheinend zwei gleichzeitig, Lena und Daria, die auch noch die besten Freundinnen sind, so genau habe ich das aber nicht verstanden , auf alle Faelle sehr lustig) machen sich zwar etwas Sorgen, aber wir werden das schon schaffen.
21.9.13 09:00


Surovikino - Volgograd - riding on sunshine. 140 km

Naja, die nacht in dem Motel war dann doch nicht so toll. Erstens hat es saumaessig zum regnen angefangen, dann zum stuermen, und ich habe mir schon sorgen gemacht wie ich am naechsten morgen weiterkomme. Zweitens kam noch eine groessere Gruppe Reisender an und die haben richtig Laerm gemacht. Drittens war mein "zimmer" direkt an der Strasse und jeder LKW ist ungefaehr 2 meter an meinem Bett vorbeigefahren. Naja, so ist das Reisen. Ich mache mich auf alle Faelle frueh auf den Weg. Die Reisegruppe von gestern ist eine groessere Zigeunerfamilie. Sehr lustig, zuerst fragen mich die Kinder aus wo ich hin will, dann die Jugendlichen, dann die Erwachsenen. Verabschiedet werde ich von allen mit Handschlag - allerdings nicht lange, weil ich die an der naechsten Tankstelle wieder treffe wo die alle 20 Autos auftanken. Ich werde noch auf einen Kaffe eingeladen, und wie die mich Richtung Volgograd im Konvoi ueberholen hupt jedes Auto und jeder winkt mir zu .... Sehr nett. Richtung Volgograd geht es locker dahin. Bei Kalasch Na Donu ueberquere ich den Don, darf aber leider aus militaerischen Sicherheitsgruenden nicht fotographieren, - sehr schade weil die Gegend sehr schoen ist. Dann kommen nocheinmal 50 km Steppe und Volgograd taucht aud. Heute laeuft es super - Rueckenwind- und ich mache mit den 140 km kurzen Prozess. Zweimal Pinkelpause und fertig . In Vogograd steuere ich dank Google Maps zielsicher mein Hotel an und bekomme ein schoenes Zimmer - endlich wieder Ruhe und etwas Komfort. Ich ruhe mich aus, schaue mir ein wenig die Umgebung an und trinke noch ein Bier auf die schoene Reise.
20.9.13 13:19


Morozorov - Surovikino (90 km) - accommodation lowpoint

So, schon wieder nur 90 km geschafft. In der Nacht war richtiger Sturm und es hat geregnet. Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Allerdings ging es dann gut dahin, der wind hat auf Sueden gedreht und kam daher von der Seite also kein Problem. Wieder mit gewohnt er Geschwindigkeit habe ich mit den 90 km kurzen Prozess gemacht und war nach 5 Stunden (mit Pausen) in Surovikino. Hier gibt es die einzige Unterkunft - die naechste waere in 70 km aber die ist anscheinend geschlossen. So ganz glaube ich das zwar nicht aber ich will nicht riskieren dass ich bis Volgograd fahren muss - das waeren noch 137 km gewesen und ich haette in der Nacht fahren muessen. Die Unterkunft nennt sich Camping Azur, hat aber mit Camping nichts zu tun. Eher eine Mischung aus Hotel und Karawanserei. Mein Zimmer ist zwar schoen, aber die Zimmer neben mir werden von lauter finsteren Gestalten bewohn die zu 8 im Zimmer schlafen. Und zu essen gibt es auch nix. Na super - aber ich habe schon schlimmeres ueberststanden und werde das auch schaffen. Morgen fahre ich dann nach Volgograd, da gibt es dann zum Ausgleich ein schoenes Hotel . Nach Samara werde ich es wahrscheinlich nicht schaffen - das ist zu weit / anscheinend werden nach Volgograd die Strassen sehr schlecht - ich habe ohnehin knapp kalkuliert und jetzt schon einen Tag verloren, und ich brauche in Volgograd einen Ruhetag (weniger wegen der Kondition, aber ich moechte mir die Stadt anschauen). Entweder fliege ich dann gleich heim, oder ich fahre noch ein Stueckerl Richtung Samara und lasse mich dann mit dem Auto wieder zurueckbringen. Zwischen Volgograd und Samara gibt es keine vernuneftigen Flughafen - aus Saratov muesste ich einen Flug mit 2 mal umsteigen nehmen und koennte nur ueber Kazan und Istanbul fliegen. Naja, von solchen Problemen lasse ich mir aber den Spass nicht verderben - wenn alles immer nach Plan laufen wuerde wäre es ja nicht lustig. Viele Gruesse, euer leo
15.9.13 18:18


Belaya Kalvita - Morozovsk -88km / going against the wind

Liebe Radsportfreunde, Nein, ich bin nicht langsam, fett und faul geworden, wie man vielleicht angesichts der nicht so beindruckenden Tageskilometerzahl meinen koennte. Fett vielleicht, aber das stoert meine Kondition normalerweise nicht Was aber stoert war der absolut brutale Gegenwind - mit voller Eucht direkt aus Sibirien. In der Praxis sieht dass dann so aus - ich trete voll rein, und komme mit 11 km/h voran. Zuerst habe ich ernsthaft geglaubt mein Fahrrad ist kaputt, also alles kontrolliert, Reifen weiter aufgepumpt, aber es ging trotzdem nicht weiter. Das das tatsaechlich am Wind lag hat sich bestaetigt als die Strasse einmal fuer ein Paar Kilometer nach Norden gedreht hat - ploetzlich kam der Wind von der Seite und es ging wieder mit normalem Tempo (also 23 - 25 km/h) voran. Ein paar km spaeter war der Spass aber wieder vorbei, und ich wieder langsam. Allerdings habe ich schon in weiser Voraussicht nach ca 85 km ein Ausweichquartier ausgesucht, eigentlich wollte ich 180 km fahren aber das hätte ich heute nicht geschafft, zumindest nicht solange es hell ist. Zur Etappe sonst gibt es nur zu berichten dass es zwischen Belaya Kalvita und Morozov (immerhin ueber 80 km) eigentlich nix gab - nur ein paar abgelegene Bauernhöfe und zwei geschlossene Tankstellen. Aber ich war gut versorgt, daher kein Problem. Wie ich dann in Morozorov angekommen bin wollte ich mir an der ersten Tankstelle etwas zum essen kaufen. Wie ich das Radl abstelle kommt mit Vollgas ein Lada der Miliz angefahren, zwei Polizisten - einer davon mit kugelsicherer Weste und Maschinenpistole, der andere nur mit Pistole springen heraus, der mit der Maschinenpistole bewacht den Ausgang, der andere geht mit gezogener und entsicherter Pistole in die Tankstelle. Ich kann meine natürliche Neugier gut unterdrücken und halte mich ersteinmal im Hintergrund. Anscheinend war es aber blinder Alarm, die beiden verlassen die Tankstelle kurz danach und ich kann mir endlich was zum Essen kaufen. Ich finde nach kurzer Zeit ein schönes Hotel und ruhe mich ersteinmal aus. Abends gibt es Pizza und Bier im Restaurant, ich komme gerade rechtzeitig zu einer Geburtstagsfeier - die lassen es sauber krachen und haben ihre eigene Musikanlage dabei. Dem Restaurant ist das aber egal, die halten mit ihrer eigenen Anlage fuer die anderen Gäste dagegen. Also ein super Abend - ich bin jetzt Experte fuer russische Partymusik. Egal, die Pizza und das Bier gegen gut runter und ich falle müde ins Bett, Euer leo
14.9.13 20:00


Rostov on Don - Belaya Kalvita 169 k (muehsam bewegt sich der Rechtsanwalt)

Liebe Radsportfreunde, heute haette ihr an mir keine Freude gehabt. Solange habe ich noch nie fuer 169 km gebraucht, ich war erst um 20.00 im Hotel. Eigentlich bin ich gut losgekommen, aber ich wurde durch mangelnde Fitness, saumaessigem Gegenwind, Telephon und Gespraeche mit Russen aufgehalten. Der Reihe nach - gestaerkt durch ein Omlett verlasse ich mein Luxushotel in Rostov. Ein wenig unwohl ist mir schon, das ist das erste mal dass ich ohne Reisebuero und lokalen Fixer unterwegs bin, aber es wird schon hinhauen. Aus Rostov hinaus ist wahnsinniger Verkehr, ich brauche fast 1.5 Stunden bis ich aus der 4.5 millionen Stadt draussen bin. Danach wird es etwas besser, allerdings fahre ich die ersten 125 km auf der Hauptstrasse nach Moskau mit sehr viel Verkehr. Das ändert sich als ich nach Osten Richtung Volgograd abbiege - da ist weniger Verkehr dafür ein wahnsinniger Gegenwind. Da ich mittlerweile doch etwas vor meinem eigenen Mut Respekt hatte habe ich mir noch eine lokalen Fixer besorgt, Dimitry von den Reiseagentur Reine kümmert sich um mich und besorgt mir in Belaya Kalvita ein Hotel. Es ist doch beruhigender mit etwas support zu fahren - Radlfahren muss ich eh alleine, aber ein gutes Reisebüro nimmt einem hier viel ab. Das mit dem Hotel hätte er sich allerdings sparen können, als ich nach Belaya Kalvita reinfahre haelt Igor mich an - er ist mit dem Auto unterwegs, Radfahrerfreund (er hat vor 6 Jahren einen Franzosen aufgegabelt, der von Frankreich nach China fährt und ihm auch geholfen). Igor ist hauptberuflich Clown - wir passen also gut zusammen. Er ist sehr nett und zeigt mir mit dem Auto den Weg zum Hotel, regelt beim Hotel die check in und Registrierung bei der Auslaenderbehoerde fuer mich und hilft mir mit dem Gepäck. Den Preis des Tages muss er sich allerdings mit der Putzfrau vom Hotel teilen, da das Restaurant heute geschlossen hatte und es anscheinend auch sonst nichts gibt hat sie mir extra das Restaurant aufgesperrt und mir hausgemachte Soljanke Suppe und haufenweise Brote serviert - zusammen mit 2. Bier hat mir dass den Abend gerettet. Bezahlen durfte ich nix .... Also bis jetzt alles in Ordnung, jetzt strecke ich meine müden Beine im Hotel aus Euer Leo
13.9.13 20:18


On the Road again!

Liebe Freunde des Radsports, Es geht wieder los - ich bin gerade auf dem Weg nach Rostov - on- Don und werde wieder berichten. Diesmal auch mit Photos unter folgendem Link http://trackmytour.com/5grvX?utm_source=shared-map&utm_medium=email&utm_campaign=map Ich freue mich wenn ihr wieder alle mitlest! euer leo
12.9.13 09:50


Nachtrag / Going Home

Heute ist Reisetag. Davor ist aber wieder Fahrradreparatur angesagt. Martin hat staendig Probleme mit seinen Speichen, ihm sind seit Deutschland schon acht Speichen gebrochen. Anscheinend ist sein Hinterrad falsch eingespeicht. Da wir exakt das gleiche Fahrrad haben ist der Plan dass wir die Hinterraeder tauschen und ich mit seinem kaputten nach Hause fliege und das dann austauschen lasse. Er wuerde dann mit meinem weiterfahren. Wir schrauben stundenlang rum und es scheint auch alles zu klappen. Leider scheitern wir letztlich daran dass bei meiner Rohloff Schaltung eine Befestigung mit Torque Schrauben so fest ist dass wipeder wir noch die Sachkundigen Helfer im Scott Bike Shop die Schraube aufbringen. Wir muessen also wieder alles zurueckbauen. Armer Martin, er wird sich jetzt wahrscheinlich ein gebrauchtes Rad kaufen und mit dem weiterfahren.  Ich mache mich auf dem Weg nach Muenchen. Am Flughafen Rostov gibt es mit Austrian groesseren Aerger mit dem Fahrrad. Nachdem ich trotz laengerer Diskussion mit dem Sturkopf am check in Schalte keine Loesung finde mache ich richtig Aerger. Mir kommt die nette Station Managerin der Austrian zur Hilfe, die erkennbar ihren Mitarbeiter nicht fuer eine grosse Leuchte haelt. Mit einigen flotten Kommandos wird die Sache geregelt. In Russland wendet man sich bei Problemen halt doch immer lieber an eine Frau. Gottseidank hatte ich mich mit der Station Managerin schon davor nett ueber Oesterreich unterhalten wie ich im Office das Radl bezahlt habe. Zahlt sich halt doch aus.  Jetzt sitze ich im Flugzeug und schaue zum Fenster raus und denke an die vielen netten Leute da unten. Die alte Frau die mir das Wasser gegeben hatte, die lustigen Zoellner, alle die mir den Weg gezeigt haben und die ein aufmunterndes Wort fuer mich hatten. Wie ich losgefahren bin hatte ich schon ein wenig Bedenken, aber es ist wieder einmal alles gut gegangen und ich war ueberrascht wie sehr sich die Leute gefreut haben wenn man die Ukraine und Russland besucht. Weil mich einige gefragt haben - gefaehrlich fand ich es uebrigens ueberhaupt nicht. Im Gegenteil, es ist immer wieder ueberraschend wie hilfsbereit die Leute her sind.  Das war eine sehr schoene Reise - hoffentlich geht es bald wieder einmal los. Vielen Dank an alle die mich wieder unterstuetzt haben - allen voran meine liebste Tina, meine lieben Eltern, meine verstaendnisvollen Kollegen und Mitarbeiter bei Kirkland und Ellis (vielen Dank liebe Chrissy und liebe Marina fuer den logistischen support), der lieben Ulli (Teamaerztin ), meiner Russischlehrerin Frau Klos (болвшое бпасибо und  euch allen die den blog gelesen haben  - ich hoffe es hat euch gefallen. Stay tuned - irgendwann geht es wieder los. Euer leo   
17.6.12 09:02


Ruhetag Rostov

Am naechsten morgen repariere ich zuerst den Platten. Wegen der dreckigen Kette schaue  ich danach aus ... Das halbe Badezimmer ist tiefschwarz wie ich mir den gesamten Dreck abwasche.  Danach kommt der unabgenehme Teil des Tages - ich muss an einer Sitzung des Glaeubigerausschusses teilnehmen und haenge 7 Stunden am Telephon.  Abends treffe ich mich mit Martin, dem deutschen Radlfahrer der fuer 3 Jahre unterwegs ist. Wir sitzen lange zusammen bei Schaschlik und Bier und erzaehlen uns Radfahrergeschichten. Mir wird wieder bewusset wieviel ich durch meine Reisen schon erleben durfte und wie schoen das doch ist. 
17.6.12 08:56


Taganrog - Rostov on Don / Going quietly

Heute habe ich nur noch eine ganz kurze Etappe vor mir. Leider fast alles auf einer vielbefahrernen Strasse. Naja, egal. Dazu hat es eine absolute Bullenhitze - weit ueber 35 Grad im Schatten und keine Wolke am Himmel. Ich passe gut auf dass ich keinen Hitzschlag bekomme, trinke viel und fahre gemuetlich Richtung Rostov. Die Stadt taucht auch bald am Horizont aus, davor sind aber noch ein paar groessere Huegel zu ueberwinden. In Rostov selbst herrscht unglaublicher Verkehr, solche Staus habe ich bis jetzt eigentlich nur in St. Petersburg gesehen. Auf den meissten Strassen bewegtsich minutenlang nichts, dann geht es wieder 5 meter vorwaerts, dann wieder Stillstand. Ich schlaengle mich mit meinem schwerbepackten Rad durch. Irgendwann wird es mir dann aber zu kritisch, und ich fahre am Gehsteig weiter. Randstein hoch, randstein runter, randstein hoch, randstein runter, randstein hoch - you get the picture. Im Stadtzentrum von Rostov gibt es allerdings schon Radfahrerspuren auf den Gehwegen. Im Verkehrschaos naehere ich mich dann dem Hotel. Endlich da. Ich freue mich schon auf eine Pause, da merke ich wie im Hinterrad die Luft ausgeht. 1 km vor dem Hotel. Unglaublich. Jetzt repariere ich es auch nicht mehr, sonder schiebe den letzten Km bis zum Hotel. Das Hotel und das Zimmer sind 1a und ich kann mich gut erholen. Abends gehe ich noch in Rostov spazieren - da es tagsueber so heiss war geht erst abends dort das Leben richtig los. Am Ufer des Don steppt richtig der Baer, alle 5 meter eine Disko. Ich esse Schaschlik und freue mich dass alles so gut geklappt hat. Morgen ist Ruhetag, und am Samstag geht es wieder in die Heimat. Euer leo
16.6.12 10:11


Melitopol - Taganrog - You'll never ride alone

In der Frueh erwarter mich schon die erste Ueberraschung, wie ich mein Radl aus der Abstellkammer hole stehen dort noch zwei weitere Reiseraeder. Spaet abends sind tatsaechlich noch zwei weitere gekommen, ich bin nicht der einzige Verrueckte. ich treffe die beiden beim Fruehstueck, ein franzoesisch schweizerisches Paerchen die gemeinsam bis Tokio fahren wollen. Sehr nett die beiden - sie haben aber etwas Angst vor Russland. Irgendjemand hat ihnen erzaehkt dass de Grenzuebertritt einen Tag dauern wird. Ich kann sie diesbezueglich beruhigen und auch einige gute Tipps gegen. Die beiden fahren allerdings nur ca 50 km am Tag - schade, sonst haetten wir zusammenfahren koennen. Ich schwinge mich aufs Radl und verlasse Mariupol - davor fahre ich aber noch durch das groesste industriegebiet dass ich je gesehen habe. Der Smog ist absolut unglaublich, und die Fabriken sind riesig. Aus Wikipedia: "Mariupol wins first place in Ukraine on volumes of emissions of harmful substances by the industrial enterprises" Die Industriebetriebe (uebrigens groesstenteils in die Haende der Angestellten und Arbeiter privatisiert und als moderne AGs gefuehrt) geben mehreren hundertausend Leuten Arbeit. Deshalb sind am anderen Ende der Stadt auch soviele Obies und sonstige Baumaerkte. Danach wird es ruhiger - es ist sehr wenig Verkehr und ich fahre aud ruhiger Strasse Richtung Grenze. Ploetzlich taucht vor mir eine Figur auf die verdaechtig nach Reiseradler aussieht. Das gibt es doch nicht . An den Ortlieb Taschen erkenne ich dass es ein Deutscher ist. Martin aus Koeln faehrt fuer einige Jahre durch Osteurope, Russland und Zentralasien. Er hat das gleiche Radl wie ich, allerdings viel mehr dabei. Siehe www.martinsmiles.de. Er ist sehr nett und wir fahren einige kilometer zusammen. Er ist etwas langsame, aber wir werden uns in Rostov am Don hoffentlich nocheinmal sehen. Es freut mich doch dass es ausser mir noch andere gibt denen sowas Spass macht. Bei mir geht ess dann locker dahin Richting Grenze. Mit Rueckenwind kein Problem. Der Grenzuebergang ist schnell erledigt. Mit der ukrainischen Offizierin kurz geschaekert, die wollte unbedingt wissen wo ich herkomme, wo ich hinfahre, ob es mir in der Ukraine gut gefallen hat etc, und dann rueber zu den Russen. Die nehmen es etwas ernster, aber es geht auch dort lustig zu. Nachdem mein Pass von einer weiteren Offizierin abgestempelt wurde geht es zur Zollkontrolle. Dort grosses Gelaechter, und anscheined eine interne Diskussion wer mit mir sprechen darf. Die junge huebsche Dame, oder doch der hoehere Offizier.Die anderen drei sind anscheined nicht naeher in der Auswahl. Am Ende kommen alle gemeinsam auf mich zu. Ich werde nett mit Handschlag begruesst, und gefragt ob mir Russland gefaellt, woher ich komme, was ich arbeite, wieweit ich schon gefahren bin etc. Mein Gepaeck oder meine Dokumente interessieren ueberhaupt nicht. Nach einem weiteren Handschlag und Wuenschen fuer einen Gute Reise begleitet mich einer der juengeren noch bis zur Ausfahrt, und der Grenzuebertritt ist erledigt. до свидан украна, привет поссля (auf wiedersehen Ukraine, hallo Russland) In Russland setze ich mich in das erste Kaffe und esse Soljanka und Gulasch. Danach geht es entspannt dahin, in Taganrog muss ich mich allerdings ein wenig bis zu dem Hotel durchfragen. Aber es klappt alles gut. Ich habe ein wunderschoenes Zimmer und kann mich gut ausruhen. Taganrog ist anscheinend eine reiche Stadt, es fahren lauter Zporsche Cayenne etc rum, alle sind top angezogen und die Haeuser auch schon renoviert. Abends esse ich hervorrangend in einem Kaffee, werde dort allerdings wieder einmal von den Muecken vertrieben. Viele Gruesse, euer leo
13.6.12 21:25


Berdyans'k - Mariupol - The young generation

Heute stand eine entspannte Etappe an - obwohl ich schon wieder auf das schlimmst gefasst war. Aber heute war es wirklich harmlos - kein Gegenwind und die Strasse war auch ok. Langsam wird es auch wieder etwas huegeliger, bis jetzt war es brettleben. Ich fahre gemuetlich dahin, mache oft pause und schreibe emails. Wie ich gerade mit dem Buero daheim telephoniere haelt ein schwarzer russischer Land Cruiser neuester Bauart an und der Fahrer frag mich nach dem Weg. Das ist mir noch nie passiert - vielleicht schaue ich gar nicht mehr aus wie ein Tourist. Der Fahrer spricht uebrigens auch gut English und wuenscht mir noch eine gute Reise, was mich sehr freut. Normalerweise ignorieren einem die Russen immer. Das einzige Problem ist dass es immer heisser wird. Heute hat es 36 Grad. Ich achte darauf dass ich jede Stunde mindestens 1 Liter Wasser trinke, in den Pausen trinke ich dazu immer noch einen Liter Fruchtsaft. Aufs Klo muss ich uebrigens fast nie - wenn das auf der Wiesn auch gehen wuerde - 8 Mass und kein einiges mal auf die Toilette, das wuerde einigen gefallen. Maybe too much detail. Essen muss ich uebrigens fast nichts - ich fruehstuecke morgens normal und esse ein Hauptgericht abends - das war es aber schon. Komisch - normalerweise habe ich immer Hunger, aber jetzt uebehaupt nicht, obwohl ich viel mehr mache. Uebrigens - in den letzten Tagen war keine Wolke am Himmel. Deshalb wundere ich mich wie ich heute ploetzlich im Schatten dahinfahre - es ist tatsaechlich einmal die sengende Sonne von einer Wolke verdeckt. Ich bin so aufgeregt dass ich sofort ein Photo von der Wolke mache In Mariupol anekommen geniesse ich nach der Hitzeschlacht ersteinmal das schoene Hotelzimmer mit air conditioning. Nachdem mein Koerper wieder auf normale Betriebstemparatur abgekuehlt ist lege ich mich 2 Stunden hin. Danach schaue ich mir Mariupol an - das ist eine Hafenstadt an dem Azovschen Meer. Ziemlich viel Kommerz - am Stadtrand sind riesige Einkaufszentren, Obi, Real, Tesco - alle schon da. Ich finde eine nettes Restaurant und bestelle mir von der russischen Speisekarte auf russisch etwas zum Essen. Klappt problemlos und ich bin ganz stolz auf mich. Kuez darauf kommen die Tochter und der Sohn des Hauses an - beide mit Ukraine / Polen EM Shirts und unterhalten sich mit mir in hervorragendem Englisch. Sehr lustig - die Tochter studiert an der Uni Jura und arbeitet bei der Polizei (also wahrscheinlich die zukuenftige Polizeichefin von Mariupol ). Als ich den Sohn frage ob er auch Jurist wird antwortet er mit leicht veraechtlichem Unterton: No, I will be a doctor. Gute Entscheidung. Morgen verlasse ich die Ukraine und fahre nach Russland. euer leo
12.6.12 21:21


Melitopol - Berdyans'k - Winds of change

Nach der sehr harten Etappe gestern freue ich mich heute auf eine etwas leichtere. 123 km bis Berdyans'k. Doch es hat nicht sollen sein - ich habe Gegenwind. Und zwar richtig. Was dies bedeutet kann nur en Radler nachvollziehen - auf Berge und lange Distanzen kann man sich vorher psychisch einstellen, aber Gegenwind ist absolut demoralisierend. Auf schnurgerader Strecke geht es ueber 115 km dahin, kein Berg, kein Baum, fast keine Doerfer. Nur ich und der Wind. Mit 15km/h krieche ich dahin- normalerweise fahre ich 22-25km/h. Dazu hat es eine wahnsinnige Hitze- ich komme mir wie im Backofen vor. Irgendwann will ich das Radl verzweifelt in den Acker schmeissen, aber was dann? Mt eingezogenem Schwanz die Heimreise antreten? Bestimmt nicht. Mit viel Gefluche kaempfe ich mich durch. Von der Landschaft gibt es nicht viel zu berichten - rechts Felder, links Felder. Sonst langweilig. Wenn es mal einen Baum gibt (Schatten) nutze ich den zur Rast. Meist steht auch schon ein russisches oder ukrainisches Auto da, dessen Besatzung auch Pause macht. Ihr glaubt nicht wieviele Leute in so einen Lada reinpassen. Rekord war eine Grossfamilie mit 7 - die 4 kleineren Kinder sassen hinten aufeinander. Aber immer noch besser als zu Fuss gehen ... Bei den Pausen ergib sich immer ein nettes Gespraech. Die jungen Leute sprechen auch alle schon gut English, und fuer die alten reicht mein Russisch mittlerweile auch aus. Jn Berdyans'k angekommen dann das naechste Problem - ich bin total fertig, schaue aus wie ein Schwein und will sofort n das Hotel - aber ich finde es nicht. Dabei habe ich es mir extra auf google maps markiert. Leider war die angegebene Adresse falsch. Scheisse - ich mache mich auf die Suche. Ich fahre zurueck zur Haupstrasse und will mir einen Ukrainer krallen und den ausfragen, aber ploetzlich sehe ich an der anderen Strassenecke ein sehr schoenes neues Hotel. Der Abend ist gerettet. Ich bekomme ein schoenes Zimmer und einen ersten Snack. Wenn ihr euch das hotel anschauen wollt - bitte sehr (www.griboff-hotel.com.ua). Berdyans'k ist ueberigens so etwas wie der ukraininische Ballermann (oder wie mein ukrainisches Reisebuero mir etwas arrogant geschrieben hat: It is a party town for local and russian guests and it is hard to find high class accomodation there). Saulustig den Russen beim Partymachen zuzuschauen. Ich geniesse das ganze entspannt bei hervorrangender Pizza und gutem Service in der lokalen Pizzeria. Die Pizza und drei Bier fuellen meine Kalorienspeicher wieder auf, und ich freue mich auf morgen! Euer Leo
12.6.12 20:47


Nova Kakhova - Melitopol / I am riding on sunshine

Oder so aehnlich. Alter Schwede - die Etappe war doch wesentlich haerter als gedacht. Ich hatte mich auf 170 lockere km auf der Hauptstrasse eingestellt. Die hatte ich auch - allerdings mit grottenschlechtem Strassenbelag und Gegenwind. Gestern kam der Wind noch aus der anderen Richtung - komisch. Die ersten 70 km gehen locker, dann faellt mir allerdings auf dass ich schon laenger kein Dorf und keine Tankstelle mehr gesehen habe. Aber ich habe noch meine Notreserve von 2 Litern Wasser dabei. Als bei km 100 immer noch nichts auftaucht werde ich langsam nervös, und mein Wasser ist irgendwann auch aus. Es hat weit ueber 30 Grad und ich muss immer wahnsinnig viel trinken. Bei km 105 kommt dann eine Tankstelle - natuerlich verkaufen die kein Wasser. Der unfreundliche Tankwart meint auf meine Frage wo es Wasser gibt nur зто далеко (sehr weit). Vielen Dank - so ein Vollpfosten. Ich werde allerdings immer verzweifelter, mir faellt erst im Nachinein auf das vor dem letzten Haus an dem ich vor 15 km vorbeigefahren bin alte Benzinkanister an der Strasse standen, wahrscheinlich haben die dort Wasser verkauft. ... Jetzt ist auf alle Faelle mein letztes Wasser weg und ich werde richtig langsam. Gottseidank schaffe ich es noch bis zum naechsten Ort, aber dort hat der einzige Laden zu. Ich frage eine alte Babuschka ob Sie Wasser fuer mich hat - sie versteht mich sofort und fuellt mir 2 Liter aus ihrem Haubrunnen ab. Wir unterhalten uns noch mit Haenden und Fuessen - der Tag ist erstmal gerettet. Selten war ich jemandem so dankbar! Der Preis des Tages geht eindeutig an die alte Dame! Nach weiteren 15 km kommt dann endlich ein groesserer Ort - sogar der Laden hat offen. Ispch schuette 2 Liter Organgensaft in mich hinein und kaufe nocheinmal einige Liter Wasser. So geruestet geht es dann weiter - heute ist es elendig lange und ich habe mich wohl mit meine. Etappen ein wenig verschaetzt. Auf diesen Strassen sollte ich wohl besser nicht mehr als 150 km am Tag einplanen. Irgendwann ist auch die groesste Qualerei wieder vorbei und ich komme in Melitopol an. Hier brummt der Kommerz - ein Geschaeft neben dem anderen. Etwas komisch, da auf den 160 km davor ueberhauot nichts war. Ab heute bin ich auf der Strasse die von Russland auf die Krim geht, da wird die Infrastruktur hoffentlich wieder besser. Trotzdem entschliesse ich mich einen zusaetzlichen Reisetag einzubauen - morgen wollte ich eigentlich bis Mariupol fahren, aber das sind knapp 200 km und das ist mir etwas zu weit. Spektakulaer war uebrigend die Dreckschicht die sich auf mir angesammelt hatte - heute war es staubtrocken und wahnsinnig heiss. Ich musst mich immer mit Wasser abkuehlen (so ich ueberhaupt welches hatte) und mit dem Staub hat dies eine unglaubliche Dreckschicht gegeben. Ich war eine halbe Stunde in der Dusche beschaeftigt. In diesem Sinne, euer leo
10.6.12 21:20


NIkolaijev - Nova Kakhova / The hard way oder do no evil

Oh oh, heute war ein harter Tag. Obwohl nur 140 km anstanden. Eigentlich wollte ich das ganze schnell hinter mich bringen und radle munter darauf los. die ersten 70 und die letzten 60 km verlaufen auch weitgehend problemlos, Auf den dazwischeliegenden 10 km spielt sich allerdings ein Drama ab. Ich muss eigentlich nur durch Kherson, eine mittelgrosse Stadt am Dnepr. Ich folge nichtsahnend meinem google maps track, der mich bis jetzt immer gut ans Ziel gefuehrt hat. Nicht so heute - der track biegt mitten in der Stadt rechts ab auf einen Feldweg. Ich denke mir nichts dabei - halt eine Abkuerzung. ... Fuer die naechsten 6 km brauche ich dann aber ueber 2 Stunden. Der weg ist absolut unfahrbar, und ich lerne die hintersten Ecken von Kherson kennen. Eigentlich war es ganz interessant, aber ganz schoen anstrengend. Immer wenn ich verzweifelt umkehren will ist der Weg wieder ein bisserl fahrbar, und irgendwann ist es laut Google Maps bis zur naechsten Strasse weniger weit als zurueck. Ich quaele mich also durch. Wie war das mit dem Google Spruch - do no evil. Da habe ich heute mehrmals darueber geflucht. Der naechste Google manager der mir das erzaehlt soll zur Strafe die Strecke nachfahren Leider komme ich dadurch in die groesste Nachmittagshitze und die letzten 60 km werden eine ziemliche Hitzeschlacht. Es hat 32 Grad im Schatten - es gibt halt leider nur keinen Schatten. Ich fahre zwar durch schoene Alleen, aber die Baeume sind soweit von der Strasse weg dass sie keine. Schattten spenden. Egal, ich nutze das alte Prinzip der Verdunstungskuehle und schuette mir immer Wasser ueber den Kopf. Insgesamt habe ich auf den 140 km uebrigens 8 Liter Wasser verbraucht, das meiste davon getrunken Hier in Nova Kakhova bin ich am Ufer des Dnepr im todschicken Maxim Yacht Club untergebracht - Abendessen ist auch top, aber mich zerstechen leider die Muecken, so dass ich die draussen stattfindende Party schnell verlasse und mir auf dem Zimmer das Fussballspiel anschaue. Wahrend dem fahren habe ich die ganze Zeit ueberlegt - aber wie ich es drehe und wende, ich werde es nicht bis Volgograd schaffen bevor mein Visum auslaeuft. Von der Distanz waere es zwar moeglich, aber ich haette ueberhaupt kein Sicherheitspuffer (wie heute gesehen kann immer etwas schiefgehen). Der naechste Flughafen ist Rostov on Don, also werde ich wohl von dort fliegen muessen. Das ist schade, weil ich gerne bis an die Kazachische Grenze gefahren waere, aber aufgrund der chaotischen Planung bin ich froh dass ich ueberhaupt fahren konnte und beschwere mich nicht. Morgen geht es nach Melitopol - nur auf der Haupstrasse, dafuer 160 km. Viele Gruesse, euer leo
9.6.12 21:20


Odessa - Mikolaijev / The Sun

Heute geht es nach einer durchwachten Nacht endlich los. Ich bin doch ziemlich nervoes, hoffentlich geht alles glatt. Im Hotel unterhalte ich mich noch nett mit einer deutschen Reisegruppe, die mit dem Bus ueber Rumaenien nach Odesssa gefahren sind. Die fahren heute nach TRansnistrien, das ist dort wo ich vor ein paar Jahren wegen Angeblichen Devisenschmuggel fast im Gefaengnis gelandet waere. Na Dann viel Spass. Bei mir geht es ostwarts - ich mache noch ein Photo an der Potemkinschen Treppe und stuerze mich dann in den Verkehr. Leider verfahre ich mich gleich sauber, und darf das vollbepackte Radel ueber eine grosse Treppe wieder zur richtigen Strasse tragen. Das bleibt aber fuer heute das einzige Malheur - ich bin gut drauf und mache mit den 135 km kurzen Prozess. Zwei kurze Pausen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Ich fahre die meiste Zeit an der Kueste entlang, dort ist es ziemlich bergig. Erst nach ca 100km biegt die Strasse etwas ins Landesinnere und es wird flacher. Die Infrastruktur ist gut (besser als in Schweden), aber das Land ist sehr duenn besiedelt und es gibt riesige Felder .... So vergeht der Tag schnell - die einzige schwere Enscheidung ist ob ich auf der Strasse mit viel Verkehr und schlechtem Belag fahre, oder auf der mit wenig verkehr und grottenschlechtem Belag. Ich mache 50/50. Puenktlich um 3 bin ich dann im Hotel und lege mich ersteinmal ein wenig hin. Zum Abendessen empfieht mir die nette Rezeptionistin ein Restaurant, welches ich aber nicht finde. Ich gehe irgendwo anders hin, die Bedienung spricht kein Wort English. Jetzt machen sich meine Russischstunden bezahlt - ich kann mich wenigstens ein bisserl verstaendigen mit guten Willen geht alles. Kurz darauf bekomme ich hervorragende Blini mit Kaviar, einen griechischen Salat und Chicken Kiev serviert. Das ganze mit zwei Bier heruntergespuelt und euer Leo ist wieder fuer den naechsten Tag gestärkt. In diesem Sinne до свидания лео
8.6.12 21:20


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